Review: mystim Silikon Dauerelektroden (40 x 40)

Silikonelektroden sind für Elektrosex leider ungeeignet

Wer sich für Elektrosex interessiert oder diesen bereits praktiziert, wird an einem Zubehörteil nicht vorbeikommen. Gemeint sind die mystim Silikon Dauerelektroden, von denen ja einige bereits im Lieferumfang der Reizstromgeräte enthalten sind. Aber wie es oft so ist, wenn man erst einmal “auf den Geschmack” gekommen ist – schnell will man mehr.

Wir haben uns also einmal bei Estim umgesehen, ob es Alternativen zu den mitgelieferten Elektroden gibt. Und tatsächlich gibt es, neben Ersatzelektroden für die Mitgelieferten auch eine “Luxusausführung” aus Silikonkissen. Der Vorteil dieser Elektroden ist, dass man sie immer wieder verwenden kann. Man erspart sich also den ständigen Nachkauf der Klebepads.

Das allein ist schon ein Grund sich die Silikonelektroden etwas genauer anzusehen. Uns hat natürlich gleich interessiert, ob diese ebenso wirksam sind, wie die Standardteile. Das Ergebnis könnt Ihr in unserem Test lesen.

mystim Silikon Dauerelektroden – Produktbeschreibung:

Die Silikonelektroden werden in Einheiten zu jeweils vier Stück verpackt. Als Verpackung dient ein einfacher Beutel aus Folie. Darin befindet sich auch eine Bedienungsanleitung in zwei Sprachen (Englisch und Deutsch).

Gefertigt werden die Elektroden aus medizinischen Silikon. Sie haben eine Größe von 40 mm mal 40 mm und die Kontaktflächen sind in Schwarz gehalten. Auf den Rückseiten sind die Pads mit einem grauen Belag isoliert. Auf der Rückseite befinden sich auch die Öffnungen für die Anschlüsse der Kabel des Mystim Tension Lover beziehungsweise Pure Vibes.

Zum Befestigen werden die Elektroden mit Gel Pads oder Elektrodengel auf die Haut geklebt. Alternativ ist auch ein Elektrodenkleber erhältlich.

Testbericht & Erfahrungen mit den mystim Silikonelektroden:

Mir ist es schon ein paar Mal passiert, das ich Lust auf Elektrosex hatte aber keine Elektroden Pads mehr hatte. Obwohl ich wieder dran dachte, habe ich schlicht und einfach vergessen. welche nachzubestellen. Da kam mir das Angebot, die Silikon-Silikon-Dauerelektroden zu testen, gerade recht. Endlich sollte das Nachbestellen der Elektroden Pads der Vergangenheit angehören.

Nachdem das Päckchen ankam, ging es erst einmal ans Auspacken. In der Schachtel befinden sich vier Pads. Diese befinden sich in einem Plastebeutel, in dem sich auch die Gebrauchsanweisung befindet. Das keine Elektrodenkabel beiliegen finde ich nicht weiter verwunderlich. Schließlich hat man diese schon mit dem Gerät erworben.

Auch bei den Silikon-Dauerelektroden handelt es sich um Zubehör für die Reizstromgeräte Mystim Tension Lover und Pure Vibes. Wenn Du vorhast, die Silikonkissen auch mit Geräten anderer Hersteller zu verwenden, ist das leider nicht möglich. Die Abschlüsse auf der Rückseite der Pads passen nur an die Kabel von Mystim. Falls Du dennoch eigene Kabel benötigst, dann kann man diese einfach nachbestellen.

Damit Du mit den Pads auch was anfangen kannst, benötigst Du außerdem noch eine Tube Elektrodenkleber. Dieses musst Du separat bestellen und ist nicht im Lieferumfang enthalten. Es ist ein elektrisch leitender Kleber, mit dem die Haftelektroden auf der Haut befestigt werden.

Nach der ersten Bestandsaufnahme ging es an den “Trockentest”. Die Pads bestehen vollständig aus Silikon, dennoch sind sie recht steif. An diesem Punkt hatte ich noch die Hoffnung, das die Pads bei regelmäßigen Gebrauch flexibler werden. Die Rückseite ist isoliert, was ungewollte Stromstöße bei Berührung verhindern soll. So weit so gut.

Dem “Trockentest” folgte dann der Test in der Praxis. Als Erstes wollte ich die Elektroden zusammen mit den Klebepads probieren. Das Anbringen ist relativ einfach, da die Pads auf beiden Seiten eine klebende Schicht haben. Ich empfehle euch die Pads schon vor dem Anlegen zu verkabeln. Auf diese Weise erspart man sich einige Verrenkungen. Aber das nur am Rande.

Recht problemlos werden die Elektroden mit Gel Pads oder Elektrodengel auf die Haut geklebt. Zu Beginn versuchte ich es mit der klassischen Anordnung auf den Brustwarzen. Und damit begann auch das Drama. Egal wie sehr ich drückte, die Pads passten sich nicht den Körperkonturen an. Damit war ein ganzflächiges Anbringen der Kontaktflächen nicht möglich.

Danach versuchte ich die Elektroden am Penis anzubringen. Aber auch hier das gleiche Bild. Das Silikon ist einfach nicht flexibel genug um sich Körperformen anzupassen. Frustriert gab ich erst mal auf, nur um einige Tage später einen neuen Versuch zu starten. Diesmal mit dem Adhesive Gel.

Leider wurde auch der zweite Versuch zu einer eher zähen Angelegenheit. Neben den bereits bekannten Problemen mit der nicht vorhandenen Flexibilität kam diesmal auch noch das Adhesive Gel hinzu. Dieser löst sich schon kurz nach dem Auftragen und bildet dabei zähe Fäden. Wenn Ihr eine starke Brustbehaarung habt, ziept das ganz ordentlich. Aber das ist noch kein Vergleich was für “Gefühle” beim Entfernen im Intimbereich entstehen. Zum Glück bin ich ganzkörperrasiert.

Für mich stand damit eigentlich schon fest, das die Haftelektroden für Männer gänzlich ungeeignet sind. Aber wie sieht es eigentlich bei Frauen aus? Freundlicherweise stellte sich meine Freundin zur Verfügung. Aber auch hier war das Ergebnis mehr als ernüchternd. An den Brüsten treten die Probleme mit den abstehenden Pads stärker auf. Ist ja auch klar, denn eine Frau ist je an den Brüsten besser ausgestattet wie Männer. Manche mehr und manche weniger.

Die letzte Möglichkeit, wo die Pads noch hätten Punkten können wären die Schamlippen. Aber auch dort versagen sie kläglich. Statt Freude zu spenden, löst sich auch hier der Kleber, was zu unangenehmen Pieksen wird. Also auch hier eine vollkommene Fehlleistung.

Komischerweise löst er sich nur von den Pads. Dagegen bekommt man ihn von der Haut kaum runter. Noch schlimmer ist es das er die Bettwäsche versaut und man eine Waschmaschinenladung schon einplanen kann.

Dann fiel mir nach einem Arztbesuch noch eine Möglichkeit ein, wie die Pads vielleicht doch noch Sinn haben könnten. Nämlich als medizinisches Gerät um die Muskeln zu entspannen. Im Nacken oder am Rücken sind die Pads super geeignet. Dabei sollte man allerdings darauf achten, das man den Strom nicht von einem Arm zum anderen leitet. Das könnte sehr gefährlich werden, da dabei das Herz in Mitleidenschaft gezogen wird.

Fazit & Testurteil:

Wer meinen Testbericht gelesen hat, wird schnell gemerkt haben, das sich meine Begeisterung für die Silikonelektroden in Grenzen hält. Eigentlich gibt es kaum etwas Positives zu den Dauerelektroden zu sagen.

Sie sind zu unflexibel, sodass sie sich nicht der Körperform anpassen. Das schränkt die Körperregionen schon sehr stark ein. Vernünftig konnte ich sie nur links und rechts der Brustwarzen anwenden. Dann stört allerdings der elektrisch leitender Kleber , denn das löst sich nach relativ kurzer Zeit ab und zieht dabei Fäden.

Wenn man überhaupt etwas Gutes über die Elektroden sagen kann, dann das sie bei Verspannungen im Rückenbereich durchaus Linderung verschaffen. Aber das ist nicht Sinn und Zweck bei Zubehör für Elektrosex. Außerdem, die Rückseite ist isoliert wodurch es nicht zu ungewollten Stromstößen kommt.

Mein Fazit lautet daher, das die Elektroden für medizinische Zwecke gut sind. Willst Du sie beim Elektrosex verwenden, dann hast Du wahrscheinlich mit einer Packung Heftpflaster mehr Spaß. Diese sind auch deutlich preiswerter. Mit 1 von 10 Punkten sind die Dauerelektroden ein echter Reinfall. Ich bleibe da lieber bei den selbstklebenden Pads.

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